{"id":1828,"date":"2019-05-01T19:15:33","date_gmt":"2019-05-01T17:15:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.refro.at\/refroto\/wp2\/?p=1828"},"modified":"2019-05-01T19:30:27","modified_gmt":"2019-05-01T17:30:27","slug":"zoo-schmiding","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/foto.refro.at\/?p=1828","title":{"rendered":"Zoo Schmiding"},"content":{"rendered":"<p>In einen Zoo oder Tierpark gehen wir alle gerne \u2013 egal ob jung und alt. Und da macht es auch nichts aus, zu einem Zeitpunkt zu kommen, wo ein bisschen mehr los ist. Am Wochenende zum Beispiel oder in den Osterferien. Denn bei vielen Besuchern haben nicht nur auch die Tiere was davon, nein, er ist auch ein hervorragender Ort, um den Homo Sapiens und sein Gruppenverhalten zu studieren &#x1f609; oder das eine oder andere Bonmot aus dem Kindermund aufzuschnappen.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt frage ich mich manchmal, wer da eigentlich wen beobachtet? Das wird schnell all jenen klar, die geduldig Affen, Erdm\u00e4nnchen, aber auch Gro\u00dfkatzen und V\u00f6gel beobachten. Denn zumeist gibt es ein Exemplar im Gehege, das sich durch einen individuelleren Charakter von seinen Artgenossen abhebt und auch in einer subtileren Art und Weise mit uns Menschen kommuniziert. <span style=\"text-decoration: line-through;\">Das bilde ich mir jedenfalls ein<\/span>. Ich sehe das jedenfalls so!<\/p>\n<p>Ein Tierpark ist die ideale Spielwiese f\u00fcrs Fotografieren mit einer m\u00f6glichst langen Brennweite. Leider bringen die Superzooms einige nicht gerade positive Aspekte mit sich:<\/p>\n<ul>\n<li>Im Vergleich zur Fixbrennweite geringere Lichtst\u00e4rke<\/li>\n<li>Geringe Tiefensch\u00e4rfe bei Offenblende. Soll die Dreidimensionalit\u00e4t eines Objektes gleichm\u00e4\u00dfig scharf gezeichnet werden, ist Abblenden also immer ein Muss! Und dann hei\u00dft es entweder Verschlusszeit runter \u2013 also Stativ drauf \u2013 oder ISO ziemlich rauf? Ein vorhandener Bildstabilisator (IBIS) kann hier ganz n\u00fctzlich sein<\/li>\n<li>Und auch die Serienstreuung der Objektive und damit die Abbildungsleistung (Sch\u00e4rfe!) ist ein oftmals ein Thema \u2013 unabh\u00e4ngig der Marke und des Preises<\/li>\n<\/ul>\n<p>Beim Review von <em>Klaus Schroiff<\/em> hat das <em>Fujinon<\/em> <em>XF100-400\u00a0f\/4.5-5.6 R LM OIS WR<\/em> ganz gut abgeschnitten \u2013 naja, jedenfalls sein Testexemplar. <a href=\"https:\/\/www.opticallimits.com\/fuji_x\/987-fuji100400f4556\">Hier<\/a> auf <em>opticallimits<\/em> (vormals <em>photozone<\/em>) nachzulesen.<\/p>\n<p>Zur Performance des <em>XF100-400<\/em> an meiner <em>Fuji X-H1<\/em> ziehe ich ein durchaus gemischtes Res\u00fcmee. Fairerweise muss ich anmerken, dass es ich wieder mal verabs\u00e4umt habe, ein paar der oben angef\u00fchrten Grundregeln bzw. Zusammenh\u00e4nge beim Fotografieren aktiv zu beherzigen. So kann ich eben keine notwendige Sch\u00e4rfentiefe bei 400mm Brennweite (APS!), Offenblende und einer Verschlusszeit von 1\/100s erwarten. Und um einige der flinken Tiere scharf einzufangen ben\u00f6tigen wir eine deutlich\u00a0 k\u00fcrzere Verschlusszeit als die 1\/100s.<br \/>\nTrotz eines Sonnentages w\u00fcnscht man sich am Ende des Zoombereichs schonmal 3 Blendenstufen mehr Lichtst\u00e4rke \u2013 aber bei 600mm Brennweite (im KB-Format) bleibt ein f\/2.8 Tele Illusion.<\/p>\n<p>Von meinem Zutun unabh\u00e4ngig aber ist das f\u00fcr meinen Geschmack doch recht nerv\u00f6se Bokeh des <em>XF100-400<\/em>. Dazu tragen auch die nicht ganz runden Unsch\u00e4rfekreise des Objektivs bei. Oftmals bleibt somit nur der Weg der Nachbearbeitung \u2013 Reduktion der Klarheit und ein wenig Ents\u00e4ttigung des Hintergrundes, um das eigentliche Motiv st\u00e4rker zu isolieren und vom wimmelnden Hintergrund bei zarteren Gegenst\u00e4nden, wie zB. Gras oder Bl\u00e4tter, abzulenken. Hier fehlt mir pers\u00f6nlich aber auch der Vergleich zu anderen Marken. Bei gr\u00f6\u00dferen Objekten bzw. gr\u00f6\u00dferem Abstand der Hintergrundobjekte passt es aber wieder!<\/p>\n<p>So verbrachten Eva und ich also einen vergn\u00fcglichen Nachmittag mit Tieren, die ein ganz und gar menschliches Verhalten an den Tag legten. Wir begegneten einem Giraffenm\u00e4nnchen mit Wunsch nach z\u00e4rtlicher Zuneigung seiner Partnerin im Gehege (sie jedoch gab der Futtersuche den Vorzug und l\u00e4sst ihn abblitzen ;-), sich gegenseitig in akrobatischen Turnman\u00f6ver \u00fcberbietende Gibbons (Motto: &#8222;<em>I bin da Bessere!<\/em>&#8222;), Flamingos im permanenten Nachbarschaftsstreit, einem sich den Fotografen abwendenden Gorilla, der zus\u00e4tzlich zum Schutz sein Haupt mit einem Fetzten Stoff bedeckte, sich gegenseitig durch eine Astgabel f\u00fctternde und neckende Hornv\u00f6gel, ein im Nachmittagsschlaf ruhendes Nashorn, uns sorgsam beobachtende, fast misstrauisch be\u00e4ugende Erdm\u00e4nnchen, einem Emu, der sich zwischen Neugierde und Angst nicht so recht entscheiden konnte und einem Palmkakadu, der in ziemlich erregter Manier ein ordentliches und vor allem lautstarkes Imponiergehabe an den Tag legte. Wie gesagt \u2013 kommt uns doch alles ganz bekannt vor, oder?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einen Zoo oder Tierpark gehen wir alle gerne \u2013 egal ob jung und alt. 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