{"id":2327,"date":"2022-08-31T22:50:10","date_gmt":"2022-08-31T20:50:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.refro.at\/refroto\/wp2\/?p=2327"},"modified":"2024-02-10T19:28:06","modified_gmt":"2024-02-10T18:28:06","slug":"varenna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/foto.refro.at\/?p=2327","title":{"rendered":"Comer See \u2013 Varenna"},"content":{"rendered":"<p>In unserem Quartier werden wir allmorgendlich mit Sonnenschein geweckt und genie\u00dfen am Abend die Aussicht auf <em>Varenna<\/em>, jenem Ort, der <em>Menaggio<\/em> am Ostufer des <em>Comer Sees<\/em> gegen\u00fcber liegt. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages k\u00fcssen also diesen pittoresken Ort, der malerisch am Fu\u00dfe des <em>Monte San Defendente<\/em> liegt.<br \/>\n<em>Varenna<\/em> ist auch der Geburtsort eines ber\u00fchmten, uns allen wohlbekannten italienischen Technikers: <em>Giovanni Battista <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Giovanni_Battista_Pirelli\">Pirelli<\/a><\/em> \u2013 Gr\u00fcnder der gleichnamigen Reifenmarke.<\/p>\n<p>Also rauf in <em>Menaggio<\/em> auf die F\u00e4hre und schnurstracks <em>direttamente<\/em> den See r\u00fcber. Und immer das hoch am H\u00fcgel hinter <em>Varenna<\/em> aufgragende <a href=\"https:\/\/www.castellodivezio.it\/EN\/the-castle.html\"><em>Castello di Vezio<\/em><\/a> im Blick. Die Anlegestelle der F\u00e4hre in <em>Varenna<\/em> liegt etwas abseits, n\u00f6rdlich des Ortskerns. Bereits der Spaziergang zwischen F\u00e4hrhafen und dem Ortskern entlang der Uferpromenade <em>Largo Enzo Venini<\/em> entfaltet den Charme dieses schmucken \u00d6rtchens. Zwischen den am Steilhang errichteten Villen, ihren gr\u00fcnen G\u00e4rten, prachtvollen Oleanderb\u00fcschen entlang eines Laubenganges und dem Gr\u00fcnblau des Sees geht es entlang fr\u00f6hlich-bunter H\u00e4uschen zum kleinen, alte Fischerhafen. Hier lohnt es sich, die F\u00fc\u00dfe ins erfrischende Nass zu tauchen, bei einem Espresso die traumhafte Aussicht \u00fcber den See zu genie\u00dfen und f\u00fcr eine kurze Weile den Herrgott einfach \u201eeinen guten Mann sein zu lassen\u201c. So bezaubernd ist diese kurze Strecke, dass sie einem Urlaub im Urlaub gleicht \u2013 nicht umsonst tr\u00e4gt <em>Varenna<\/em> also den Namen \u201ePerle des Ostufers\u201c. Und wir haben auch ein wenig Gl\u00fcck, denn der Touristenstrom ist Dank Fr\u00fchsommer gleich nach den Covid-Lockdowns in Europa noch sehr \u00fcberschaubar.<\/p>\n<p>Weiter geht es entlang der Uferpromenade und hinter einer jeden Ecke verbirgt sich ein enges und mit schier endlosen Stufen errichtetes G\u00e4sschen hinauf zur Hauptstra\u00dfe bzw. zur mit freistehendem Glockenturm erbauten <em>Chiesa San Giorgio<\/em>. Nach dem kleinen Abschnitt mit freien Seezugang und Badem\u00f6glichkeit direkt hinter dem <em>Royal Hotel Victoria<\/em> (naturalmente in k\u00f6niglichem Sch\u00f6nbrunn-Gelb gestrichen \ud83d\ude09 sind auch zwei Hauptattraktionen von <em>Varenna<\/em> erreicht: die <em>Villa Cipressi<\/em> sowie die daran angrenzende <em>Villa Monasterio<\/em>. Meine Empfehlung: Kombiticket (im Hotelbereich der <em>Villa Cipressi<\/em>) erwerben und beide G\u00e4rten zu Fu\u00df durchwandern. Ich habe beide Anlagen als sehr unterschiedlich erlebt, jedoch sei hier auch vermerkt, dass es durch die starke Terrassierung und die langestreckten Wege einiges an Wegmetern zur\u00fcckzulegen ist \u2013 insbesonders, sofern man Willens ist, jede Ecke erkunden zu wollen. Obwohl beide G\u00e4rten aneinander angrenzen, gibt es seeseitig keine M\u00f6glichkeit zwischen beiden Anlagen zu wechseln. Und obwohl es von der <em>Villa Cipressi<\/em> keine 100 Meter auf der Stra\u00dfe weiter zum Portaleingang des <em>Monasterio<\/em>-Parks sind, sind wir aufgrund der geschlossenen Eingangst\u00fcre daran vorbei und haben so gut 15 Minuten extra Fu\u00dfmarsch draufgepackt. Belohnt wurde ich aber mit einem sch\u00f6nen Foto \u00fcber das Dach der Museumsvilla hin\u00fcber auf die Westseite des Sees nach <em>Menaggio<\/em>.<\/p>\n<p>Von der <em>Villa Cipressi<\/em> l\u00e4sst sich bereits ein guter Blick auf das ehemalige Frauenkloster der Zisterzienserinnen, daher <em>Monasterio<\/em>, erhaschen. Die Geschichte dieses Hauses gleicht dann jener so vieler anderer Prunkh\u00e4user am <em>Comer See<\/em>. Wechselnde Besitzer, meist verm\u00f6gende Adelige oder Fabrikanten, damit einhergehende bauliche Umgestaltungen &amp; Erweiterungen, Kriegsbeschlagnahmung und schlussendlich Stiftung an den italienischen Staat mit der Auflage, ein Museum unterzubringen oder eine Forschungseinrichtung zu beherbergen. Und der Park bietet einen neoklassizistischen Tempel mit einer Rokoko-Treppe, einen neoromanischen Brunnen, die Gruppe von Marmorskulpturen <em>La Clemenza di Tito<\/em> sowie eine mit h\u00fcbschem Mosaikboden ausgestattete Loggia direkt neben der Bootanlegestelle.<\/p>\n<p>Hatten wir am Nachmittag noch ausreichend Sonnenminuten zwischen der doch immer vorhandenen Bew\u00f6lkung \u00fcber dem See, mahnte uns nun die komplett geschlossene Wolkendecke samt ersten, dicken Regentropfen zum raschen Aufbruch. Aus diesem Grund konnten wir auch keinen Abstecher mehr in das Museum im Haupthaus machen. Wir konnten eine F\u00e4hre fr\u00fcher als geplant zur\u00fcck nach <em>Menaggio<\/em> nehmen, nur um dann gleich von unserem Hotelzimmer aus die Welt \u00fcber dem See untergehen zu sehen. Bei einem ordentlichen Gewitter samt peitschendem Wind sahen wir dann \u201eunsere\u201c urspr\u00fcnglich geplante F\u00e4hre ebenso sicher im Hafen anlegen. Trotzdem war ich froh, dass wir zu diesem Zeitpunkt bereits im trockenem Quartier untergekommen waren, denn St\u00fcrme am See mit Wellen auf kleinen Booten aussitzen zu m\u00fcssen geht immer auch mit ein wenig Bauchweh einher. An diesem Abend wagte sich kein Sonnenstrahl mehr heraus, doch der n\u00e4chster Morgen begann daf\u00fcr wie im Bilderbuch: mit strahlendem Blau am Firmament.<\/p>\n<p>Video folgt&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unserem Quartier werden wir allmorgendlich mit Sonnenschein geweckt und genie\u00dfen am Abend die Aussicht auf Varenna, jenem Ort, der Menaggio am Ostufer des Comer&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2315,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[321,320],"class_list":["post-2327","post","type-post","status-publish","format-gallery","has-post-thumbnail","hentry","category-orte-reisen","tag-comer-see","tag-varenna","post_format-post-format-gallery"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2327","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2327"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3105,"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2327\/revisions\/3105"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/foto.refro.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}