{"id":930,"date":"2018-01-21T21:38:26","date_gmt":"2018-01-21T20:38:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.refro.at\/refroto\/wp2\/?p=930"},"modified":"2018-01-21T21:38:26","modified_gmt":"2018-01-21T20:38:26","slug":"gedanken-zum-portfolio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/foto.refro.at\/?p=930","title":{"rendered":"Gedanken zum Portfolio"},"content":{"rendered":"<p>Ehrlich, das ist ein Topic, das mir in der Vergangenheit ein wenig Kopfweh bereitet. Ich wei\u00df gar nicht, wie viele \u2013 zugegebenerma\u00dfen sehr kurze \u2013 Anl\u00e4ufe ich in der Vergangenheit bereits genommen habe, hier zu einer vern\u00fcnftigen Portfoliostruktur zu kommen. Zum einen gilt es ja erstmals f\u00fcr sich selbst zu kl\u00e4ren, WAS denn nun im Portfolio gezeigt werden soll, zu anderen braucht es Zeit, die Umsetzungsvarianten seines WordPress-Themes zu explorieren. Und wie passt das dann alles zusammen?<\/p>\n<p>Unter einem <em>Portfolio<\/em> stelle ich mir erstmals eine Ansammlung von einander abgrenzbaren \u201eProjekten\u201c vor \u2013 das k\u00f6nnen einzelne Themenbereiche wie zB. <em>Menschen<\/em> oder <em>B\u00e4ume<\/em> genau so sein wie zB. <em>Reiseziele<\/em> bzw. <em>Urlaub<\/em>.<br \/>\nDer Gedanke, der mich immer wieder in die Irre f\u00fchrt, ist jener, der mich glauben l\u00e4sst, dass ich unter allen Umst\u00e4nden nach disjunkten Mengen \u2013 also \u00fcberlappungsfreien Teilbereichen \u2013 streben muss. Denn auch in \u201eReisezielen\u201c kommen sowohl \u201eMenschen\u201c als auch \u201eB\u00e4ume\u201c vor. Wie also aufteilen?<br \/>\nUnd dann auch noch die Sache mit der beim <em>Portfolio<\/em> eigenen <em>Klassifikation<\/em>. Diese nennt sich beim <em>Portfolio<\/em> n\u00e4mlich <em>Kategorie<\/em>. Meines Erachtens nur ein Synonym und damit liege ich gar nicht so falsch, denn selbst bei <em>Wikipedia<\/em> wird die \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kategorie\"><strong><em>Kategorie<\/em><\/strong><\/a>\u201c als<\/p>\n<blockquote><p><em>Klassifizierung<\/em> (von lat. classis, \u201aKlasse\u2018, und facere, \u201amachen\u2018) nennt man das Zusammenfassen von Objekten zu Klassen (Gruppen, Mengen).<\/p><\/blockquote>\n<p>bzw.<\/p>\n<blockquote><p><em>Klassifikation<\/em> als Gesamtheit von Kategorien, als planm\u00e4\u00dfige Sammlung von abstrakten Klassen (oder &#8230; Kategorien) &#8230;<\/p><\/blockquote>\n<p>gelistet. Quasi ein Zirkelbezug also.<\/p>\n<p>So verstehe ich also mein Portfolio erstmals als etwas Gr\u00f6\u00dferes, den einzelnen Posts \u00fcbergeordnet, wende mein bestehendes Klassifikationsschema auch aufs Portfolio an und habe begriffen, dass einzig und allein meine ganz pers\u00f6nliche und subjektive Sichtweise die Akzente bei der Portfoliostruktur bestimmen wird. Und disjunkt muss diese auch nicht sein. So k\u00f6nnen gute Bilder eben auch mal in mehreren, unterschiedlichen Portfoliokategorien landen. Punkt.<br \/>\nJedenfalls schein ein m\u00f6glichst allgemeiner, flexibler Ansatz am wenigsten in eine Sackgasse zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Soweit so gut erstmals zur (<em>Portfolio<\/em>)Struktur und deren potentiellen Umsetzung.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Ein Bilder-<em>Portfolio<\/em> ist gewisserma\u00dfen die Leistungsschau eines Fotografen. <em>Was<\/em> also zeigen? Und <em>wieviel<\/em>? Und nach <em>welchen<\/em> Kriterien die Arbeiten ausw\u00e4hlen?<\/p>\n<p>Tausende von Menschen da drau\u00dfen fotografieren Bilder \u2013 professionell und als Profession zugleich. <del>Millionen<\/del> Milliarden von Menschen knipsen t\u00e4glich, mit dem Mobiltelefon, mit Kompaktkameras, mit Film, .. . Kann hier einer ernsthaft zu dieser Masse in Konkurrenz treten? Ist es \u00fcberhaupt eine Konkurrenz? Oder nicht vielmehr ein nebeneinander, ein miteinander?<br \/>\nTrotz der Bilderflut \u2013 oder eigentlich genau deswegen \u2013 hat die Digitalisierung der Bildaufnahme zusammen mit einer leichten Verbreitung via Social Media den Stellenwert des Bildes so rasant anwachsen lassen. Nat\u00fcrlich mit Nebenwirkung.<\/p>\n<p>Das Auswahlrezept scheint ganz einfach: man nehme nur die wirklich &#8222;besten&#8220;, die wirklich &#8222;sch\u00f6nsten&#8220; Bilder.<\/p>\n<p>Aber halt, die Frage ist doch: liegt Sch\u00f6nheit nicht im Auge des Betrachters?<\/p>\n<p>Was macht also ein Bild aus, das einen Platz in meinem <em>Portfolio<\/em> (als Amateur) verdient hat? Ist es die technische Perfektion der Umsetzung? Eine gelungene Komposition? Die einzigartige Motivauswahl? Erf\u00fchlbare Dynamik? Leuchtende Farben? Orte, die noch kein Mensch zuvor abgelichtet hat? Oder ungew\u00f6hnliche Perspektiven? Glanzvolles Post-Processing in unz\u00e4hligen <em>Photoshop<\/em>-Nachtsessions?<\/p>\n<p>Nein, nein, das kann es alles nicht sein. Das sind ja nur <em>Aspekte<\/em> von Fotos.<\/p>\n<p>Was isses dann? Was macht die Einzigartigkeit von Bildern aus?<\/p>\n<p>Es ist die <em>Emotion<\/em>.<\/p>\n<p>Jene <em>Emotion<\/em>, die untrennbar mit jedem Bild verbunden ist. Jene <em>Emotion<\/em>, die mich schlu\u00dfendlich den Ausl\u00f6ser hat dr\u00fccken lassen. Jene <em>Emotion<\/em>, mit dem die auftritt, wenn ich mir die Geschichte des Bildes in Erinnerung rufe. Denn die Geschichte ist der Kontext, der Rahmen um ein Bild. Er macht ein Bild begreifbar und verst\u00e4ndlich. Er setzt das Vor- und Nachher auf der Zeitachse \u2013 und nicht nur der Moment. Nur ein paar Sekunden drumherum, das reicht.<\/p>\n<p>Manche Bilder erz\u00e4hlen ihre Geschichte von ganz alleine. Und bedienen noch den einen bzw. anderen der oben genannten Aspekte mit dazu.<br \/>\n<em>Das<\/em> sind dann die <em>wirklich<\/em> guten Bilder.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ehrlich, das ist ein Topic, das mir in der Vergangenheit ein wenig Kopfweh bereitet. 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