{"id":980,"date":"2018-03-04T16:42:38","date_gmt":"2018-03-04T15:42:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.refro.at\/refroto\/wp2\/?p=980"},"modified":"2018-05-21T11:32:00","modified_gmt":"2018-05-21T09:32:00","slug":"mein-persoenliches-jahresthema-schaerfe-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/foto.refro.at\/?p=980","title":{"rendered":"Mein pers\u00f6nliches Jahresthema: Sch\u00e4rfe (Teil I)"},"content":{"rendered":"<p><em>Es sind gute und schlechte Zeiten zugleich f\u00fcr uns \u201eBilder-Knipser\u201c<\/em>\u2026 so f\u00e4ngt mein (noch nicht publizierter) Beitrag zum Thema \u201eUnderstanding my Photography\u201c an. Bei einem der im Beitrag behandelten Aspekte geht es mir darum, wie die digitale Fotografie unser Verst\u00e4ndnis und unser Arbeiten, unseren Umgang mit Bildern beeinflusst (hat). Nur so nebenbei: der Beitrag hat f\u00fcr die Allgemeinheit nat\u00fcrlich weniger Relevanz als f\u00fcr mich selbst &#8211; aber sich dar\u00fcber im Klaren zu sein, <strong><em>WAS<\/em><\/strong> und vor allem: <em><strong>WARUM<\/strong><\/em> man das fotografieren will sind unabdingbare Voraussetzungen f\u00fcr das <em><strong>WIE<\/strong><\/em> als auch die Grundlage f\u00fcr stetige Verbesserungen<\/p>\n<p>Mein pers\u00f6nliches Fazit aus dem Eingangsstatement: die M\u00f6glichkeiten sind \u2013 einerseits auf den gesamten Prozess betrachtet und andererseits im Vergleich zu fr\u00fcher \u2013 deutlich mannigfaltiger geworden, die Materie \u201eFotografie\u201c \u2013 sprich: ich nehme ein Bild auf \u2013 ist dadurch komplizierter (nicht komplexer!) geworden und ich pers\u00f6nlich bin durch den vermehrten Einsatz der unz\u00e4hligen technischen Helferlein im Hintergrund in Teilbereichen zB. bei der Aufnahme um einiges nachl\u00e4ssiger geworden. Und das bleibt nicht ohne Konsequenzen! Und kann damit auch keinen positiven Beitrag zu meiner fotografischen Entwicklung leisten.<\/p>\n<p>Ein wenig konkreter stellt sich die Situation so dar:<\/p>\n<p>In unz\u00e4hligen Bereichen wird das Fuji-X-System samt der verf\u00fcgbaren Objektivlandkarte immer wieder positiv hinsichtlich der (tlw. als \u201eknackig\u201c bezeichneten) Sch\u00e4rfe\u201c gelobt &#8211; und dies bereits nahe der Offenblende. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist dies bei einigen Linsen einfach nachzuvollziehen zB. dem XF90f2, bei anderen wiederum weniger (zB. den im Weitwinkelbereich angesiedelten Objektiven) und auch im Bezug zu den anderen, arrivierten Herstellern traue ich mich nicht zu behaupten, dass entwickelte Bilder bei Fuji iA. Ein besseres Sch\u00e4rfeprofil aufweisen.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt h\u00e4tte ich bei meinen Bildern generell gerne etwas mehr Spielraum hinsichtlich Sch\u00e4rfe. Und genau in diesem Bereich gibt es ja einige Diskussionen beim Post Processing des X-Trans-Sensors. Ich verwende zur Entwicklung meiner RAW-Bilder Adobe\u2019s Lightroom und diesem Programm wird ja immer (zumindestens in der Vergangenheit) angelastet, mit dem Demosaicing des X-Trans-Sensors ein wenig Probleme zu haben \u2013 Stichw\u00f6rter: schmieren, w\u00e4chserne Hautt\u00f6ne bei h\u00f6heren ISO-Einstellungen, \u201ewater coloring\u201c, Wurmartefakte, etc. . Egal, denn wie dem auch sei, dies sind mE. erstmals \u201enur\u201c technische Probleme (f\u00fcr die Pixelpeeper unter uns). Es gibt dazu aber auch noch einen anderen Aspekt \u2013 jenen des Fotografen, der eine Linse zusammen mit einer gew\u00e4hlten Blende und dem Bildmotiv zu einer Gesamtkomposition f\u00fchrt. Und dies ist <span style=\"text-decoration: line-through;\">ein<\/span> mein viel gr\u00f6\u00dferes Thema.<\/p>\n<p>Ich habe mich iA. bereits \u00f6fters gefragt, wieviel Unsch\u00e4rfe dem Bildbetrachter zumutbar ist? Denn oft schie\u00dfe ich Bilder, die einen signifikanten Unsch\u00e4rfeanteil im Bild enthalten. Unsch\u00e4rfe als Stilmittel der Freistellung ist ja per se einmal in Ordnung, ein weiterer Freiheitsgrad sozusagen, die Frage ist nur: wie wirkt sie, die Unsch\u00e4rfe?<br \/>\nUnd aus Eigenreflexion wei\u00df ich n\u00e4mlich auch, dass ich w\u00e4hrend der Aufnahmesituation nicht (immer) zuverl\u00e4ssig beurteilen kann, ob ein Unsch\u00e4rfebereich im Bild nun f\u00fcr die Komposition eher f\u00f6rderlich oder eher hinderlich wirkt. Das kann ich erst beim ruhigen Betrachten des Bildes zuhause am Monitor beurteilen &#8211; naturgem\u00e4\u00df dann aber oftmals ohne die M\u00f6glichkeit, das Bild wiederholen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vor kurzem habe ich Statement eines langj\u00e4hrigen Profifotografen gelesen, der behauptet hat, dass viele Fotografen heute gar nicht in der Lage sind, korrekt scharfe Bilder aufzunehmen. Und damit hat er sicherlich nicht die Masse jener Bildaufnahmeger\u00e4te gemeint, die aus technischen Konstruktionsgr\u00fcnden ohnehin immer nur scharfe Bilder aufnehmen k\u00f6nnen \u2013 deren Benutzer also gar keine Wahlm\u00f6glichkeit zur Unsch\u00e4rfe zur Verf\u00fcgung stehen. Zudem habe ich aus dem letzten Sommerurlaub eine signifikant gr\u00f6\u00dfere Bildanzahl als \u00fcblich mitgenommen, die das Attribut \u201etechnisch unscharf\u201c tr\u00e4gt \u2013 also Bilder f\u00fcr die M\u00fclltonne. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr \u2013 und damit komme ich jetzt zum Thema wieder zur\u00fcck \u2013 k\u00f6nn(t)en nat\u00fcrlich technischer Natur sein (wie zB. Autofocus <del>defekt<\/del> nicht perfekt) oder aber ist \u2013 viel, viel wahrscheinlicher \u2013 meiner eigenen Nachl\u00e4ssigkeit zuzuschreiben .<\/p>\n<p>Denn ich verlasse mich einfach darauf, dass der Autofokus scharf gestellt hat. Ich kontrolliere dies nicht mehr. Habe ich aber fr\u00fcher getan. Fr\u00fcher, damit meine ich die ersten Jahre nach der Transition von analog zu digital, von Film zu Bits &amp; Bytes. Fr\u00fcher, als die Anzahl <span style=\"text-decoration: line-through;\">der<\/span> meiner aufgenommen Bilder noch <span style=\"text-decoration: line-through;\">geringer<\/span> \u00fcberschaubar war. Fr\u00fcher, als ich noch \u00fcberlegter und bewusster einzelne Bilder aufgenommen habe, ja da habe ich jedes einzelne Bild am Monitor vergr\u00f6\u00dfert und kontrolliert. Weil ich mit dem neuen Zeitalter noch nicht so vertraut war wie heute. Weil ich generell zwar gerne fotografiert habe, aber eben noch nicht so ge\u00fcbt wie heute war. Alles gleich jedes Bild kontrollieren? Undenkbar heute. Und das, obwohl es auch heute noch f\u00fcr den Autofokus un\u00fcberwindbare H\u00fcrden gibt, wie zB. im Sonnenlicht stark reflektierende Objekte.<\/p>\n<p>Und genau dahin muss ich wieder zur\u00fcck. Zur Kontrolle. Nicht bei allen Bildern und nicht immer, nicht bedingungslos. Aber sicherlich bei den wichtigen, bei den \u201ekritischen\u201c Shots. Nat\u00fcrlich stellt sich mir da gleich die Frage: wie kann ich diese wichtigen Aufnahmen zuverl\u00e4ssig gleich im Vorhinein immer erkennen? Die Kontrolle erfolgt ja erst im Nachhinein. Wichtiger w\u00e4ren mir aber Ansatzpunkte im Vorhinein \u2013 proaktiv statt reaktiv, sozusagen.<\/p>\n<p>Bl\u00f6derweise habe ich noch einen zweiten Punkt im Kontext des Themas zu beackern: n\u00e4mlich jener der Sch\u00e4rfentiefe bei mittel- &amp; langbrennweitigen Objektiven. Denn genau diese stellen in vielen Situationen meine bevorzugte Sichtweise auf die Welt dar, (kleinbild\u00e4quivalente 90mm und dar\u00fcber hinaus). Wie wir nun alle wissen, nimmt die Sch\u00e4rfentiefe mit gr\u00f6\u00dferer Blende aber eben auch mit gr\u00f6\u00dferer\/l\u00e4ngerer Brennweite ab. Hier werde ich also durch meine Pr\u00e4ferenz als auch durch die Optik gleich doppelt bestraft. Da langbrennweitige Objektive ja oftmals nicht die gleiche Lichtst\u00e4rke aufweisen wie Weitwinkel und ich daher naturgem\u00e4\u00df dann auch noch \u00f6fter zur Offenblende des Objektivs greifen muss. Bl\u00f6de Sache. Ich achte hier also anscheinend nicht genug auf meine Kameraeinstellungen. Wird wohl so sein!<\/p>\n<p>Wenn ich retrospektiv auf all meine bisher in meinem Besitz befindlichen Kameras zur\u00fcckdenke, dann macht es mir meine (neue) Fuji (X-Pro2) durch die F\u00fclle an m\u00f6glichen Anzeigeoptionen im Sucher am Schwierigsten, mich auf das Wesentliche, n\u00e4mlich Verschlusszeit &amp; Blende zu konzentrieren. Diese beiden Einstellungen werden n\u00e4mlich nicht prominenter als alle anderen Informationen angezeigt, genau da orte ich (f\u00fcr mich pers\u00f6nlich) auch ein kleines Manko. Was kann ich also vorbeugend und bewusst dazu tun, um scharfe Bilder zu bekommen?<\/p>\n<p>Ich habe zwei (mit vielen Detailaspekten versehenen) Handlungsfelder, welche ineinander \u00fcbergreifen:<\/p>\n<ol>\n<li>Bildkomposition \u2013 wieviel Sch\u00e4rfentiefe braucht das Motiv, wieviel Unsch\u00e4rfe vertr\u00e4gt das Bild? Also die Wahl der richtigen Brennweite &amp; Blende an der Kamera<\/li>\n<li>Technischer Natur \u2013 Optimierung bei der nachgelagerten Bildbearbeitung<\/li>\n<\/ol>\n<p>Und genau damit wird sich dann Teil II besch\u00e4ftigen \u2013 den ich zwecks Vollst\u00e4ndigkeit des Artikels hier wahrscheinlich anh\u00e4ngen und nicht als eigenen Beitrag posten werde.<br \/>\nJedenfalls kann ich eines vorweg nehmen: je mehr und l\u00e4nger ich mich damit besch\u00e4ftige, desto umfangreicher, vielf\u00e4ltiger und aspektreicher wird dieses eine, f\u00fcr uns Fotografen doch so wichtige, Thema. Spannend, aber auch aufw\u00e4ndig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es sind gute und schlechte Zeiten zugleich f\u00fcr uns \u201eBilder-Knipser\u201c\u2026 so f\u00e4ngt mein (noch nicht publizierter) Beitrag zum Thema \u201eUnderstanding my Photography\u201c an. 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